In den Most werden nun schweflige Säuren, oder Schwefeldioxid geleitet. Das Schwefeln bringt eine Reihe Vorteile. Zum einen werden unerwünschte Bakterien, die sich möglicherweise im Most befinden, an der Vermehrung gehindert. Dazu gehören vor allem die wilden Hefen, die durch ihr unkontrolliertes Wachstum den Geschmack und die Qualität des Weines erheblich beeinträchtigen könnten.
Da im Wein eine Menge oxidationsempfindlicher Stoffe sind, verhindert das Schwefeln ebenfalls eine Oxidation, ebenso wie unerwünschte Farb- oder Geschmacksveränderungen durch Enzyme.
Schließlich verbessert sich noch die Lagerfähigkeit des Weines. Ein fertiger Wein sollte am Ende etwa 40mg Schwefeldioxid enthalten. Andere Schwefelverbindungen sollten im fertigen Wein nicht mehr vorkommen, da sie Vitamine zerstören und bei manchen Personen allergische Reaktionen hervorrufen.